Das schöne Herbstwetter lockte mich mal wieder ins Böhmische. Ziel war diesmal die Porta Bohemica, die sogenannten Böhmische Pforte. Dabei handelt es sich um eine Engstelle mit imposanten Felswende im Durchbruchstal der Elbe durch das Böhmische Mittelgebirge. In etwa vergleichbar mit der Loreley am Rhein. Weitere Ziele der Wanderung war die Ruine der Burg Kamýk und der Plešivec (dt. Eisberg).
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01 Tag – Anreise in die Slowakei
Früh um 6 Uhr war Abfahrt in Dresden. Im morgendlichem Nebel mit einem wundervoll dramatischen Sonnenaufgang ging es hinüber nach Böhmen. Kleine Nebelschleier hingen in den Wipfeln und das Wasser „dampfte“ ganz leicht. Durch den vorangegangen Regen glänzte alles und das Grün wirkte besonders frisch. Später klarte es mehr und mehr auf als wir das Böhmisches Mittelgebirge erreichten. Wie von der České dráhy angekündigt verspätete sich der Schnellzug von Děčín nach Praha um einige Minuten in Lovosice.
Er steht ebenfalls früh auf und ist im Idealfall noch ein echter Handwerker. Er ist überall, egal ob in der Stadt oder auf dem Land häufig zu finden. Die Waren sind in der Regel frisch hergestellt, lassen sich leicht transportieren und verzehren. Es sollte für jeden schwierig sein, hier nicht für den eigenen Geschmack zu finden.
Die Berge Raná (Rannayer Berg) und Oblík (Hoblik) sind besondere Landmarken im westlichen Teil des Böhmischen Mittelgebirges. Eine Besonderheit beider Berge sind die fast unbewaldeten, versteppten Hänge. Auf diesen wiegt sich Ende Mai das Gras im Wind, es zirpen die Schrecken und blüht in einem Fort als würde man durch einen Steingarten wandeln. Während der Raná gut besucht ist und rege von Gleitschirmfliegern genutzt wird, herrscht auf dem Gipfelplateau des Oblík Ruhe
Nach dem Ausflug Ende Januar war mein Interesse für die Hazmburk (Hasenburg) geweckt und ich wollte mir die Burgruine mal in Ruhe ansehen. Für einen Tagesausflug erschien mir das aber als ein bisschen zu wenig. Also entschied ich mich für eine Kombination mit dem Berg Radobyl (Radebeule) und nutze das erste sonnige Aprilwochenende für einen Ausflug ins Böhmische.
Hin und wieder habe ich ja bereits die Webseite Mapy.cz erwähnt. Nun soll ihr hier mal ein eigener Beitrag gewidmet werden. Ich finde die Seite mit ihrem beachtlichen Funktionsumfang und umfangreichen Kartendarstellung bietet eigentlich fast alles was man für die Planung einer Reise, eines Ausfluges oder eine Wanderung benötigt.
Schon seit einiger Zeit wollte ich mal die Bahnstrecke von Moldava hinab in den Eger Graben nutzen, doch die Planung scheiterte meist daran, dass es schwierig ist von Dresden aus nach Moldava zu gelangen. Unter der Woche erreicht man das nahegelegene Rehefeld-Zaunhaus auf deutscher Seite mit dem Bus, aber leider nicht am Wochenende. Glücklicherweise fuhr jetzt ein Ski-Bus am Wochenende auch des morgens dahin. So bot es sich an, den sonnigen Tag zu nutzen für eine Wanderung über die Grenze und auf den Biliner Borschen.
Man soll ja die schönen Tage im Herbst nutzen, ehe die Goldene Jahreszeit vorbei ist. Getreu diesem Motto ging es morgens in die Sächsische Schweiz. Ausgangspunkt war Bad Schandau. Zum Lichtenhainer Wasserfall ging es ganz klassisch mit der Kirnitzschtalbahn. Der Weg zum Kuhstall war noch sehr belebt ganz im Gegensatz du den kommenden Pfaden. Erwähnt sein zunächst eine Anekdote aus Kindheitstagen.
Nach einer anstrengenden Dienstreisewoche stand mir der Sinn nach ein wenig mehr Bewegung. Wohin also? Ins Isergebirge! Wer jetzt an die Isar denkt, liegt falsch. Die Iser ist ein rechter Nebenfluss der Elbe und entspringt in dem nach ihr benannten Gebirge. Dieses ist wiederum ein Teil des Sudentenmassivs und liegt zwischen Lausitzer Gebirge und Riesengebirge. Aber genug der Vorrede, es war ein langer, erlebnisreicher Tag.